EU Eco-Label
Absorbierende Hygieneprodukte 2014/763

Gütezeichen: EU Eco-Label


Das Europäische Umweltzeichen "Euroblume" für Absorbierende Hygieneprodukte wird von der Europäischen Kommission vergeben und umfasst Babywindeln, Tampons und Stilleinlagen, bei denen es sich um Einmalprodukte handelt und die aus einem Gemisch von Naturfasern und Polymeren bestehen.

Dieses Label gehört zu einer Gruppe aus mehreren Richtlinien.
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Nachhaltigkeits-Checkbox für:
Hygieneprodukte


Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe

Rohfasern aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Soziale Verantwortung

Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend

Umweltschonende Verpackung

Verbot bestimmter Inhaltsstoffe

Beschreibung

Das Europäische Umweltzeichen "Euroblume" ist ein freiwilliges anerkanntes System, das Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung unterstützt, umweltgerechte Produkte und Dienstleistungen zu berücksichtigen. Das Europäische Umweltzeichen kennzeichnet Produkte, die im Vergleich zu herkömmlichen Produkten mit dem gleichen Gebrauchswert über alle Lebenszyklusphasen in der Summe geringere Umweltauswirkungen haben.

Erfüllte Kriterien für absorbierende Hygieneprodukte:

  • Eingeschränkter Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe: es gibt Emissionsgrenzwerte in der Produktion für Schwefel, Phosphor, Stickoxid und CO2 in die Luft. In Kunststoffen ist der Grenzwert für Blei, Cadmium, sechswertigem Chrom und deren Verbindungen mit 0,01 beschränkt.
  • Verbot bestimmter Inhaltsstoffe: es darf unter anderem für das Bleichen des Zellstoffes darf kein Chlorgas verwendet werden, optische Aufheller und Farbstoffe sowie fluoreszierender Weißmacher dürfen dem Zellstoff nicht zugefügt werden. Gewisse Produkte wie Tampons und Stilleinlagen müssen frei von Duftstoffen sein und für Damenbinden, Tampons und Stilleinlagen dürfen keine Lotionen verwenden werden. Bestimmte Stoffe wie Kolophoniumharze, Formaldehyd etc. sind in Klebstoffen verboten.
  • Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau: Baumwolle muss entsprechend den Anforderungen der EU Bio-Verordnung (834/2007), dem National Organic Program (NOP) der USA oder gleichwertigen rechtlichen Verpflichtungen der Handelspartner der EU angebaut worden sein.
  • Rohfasern aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung: für alle Zellstofffasern müssen gültige Zertifikate für Rückverfolgungssystem vorliegen und mindestens 25% aus Zertifiziertem Anbau stammen, wie FSC, PEFC oder gleichwertigen Systemen
  • Umweltschonende Produktion / ressourcenschonend: es gibt ein ganz strenges Monitoring hinsichtlich Emissionen in die Luft und in Gewässer. Des Weiteren müssen mehr als 50% des frü die Faserherstellung verwendeten Zellstoffs von Zellstoffherstellungsbetrieben erworben werden, die ihre ausgezogenen Prozessflotten verwerten, in dem sie entweder vor Ort Strom und Dampf erzeugen oder chemische Nebenprodukte herstellen. Die Hersteller von synthetischen Polymeren und Kunststoffen müssen über Systeme zur Wassereinsparung, einen integrierten Abfallbewirtschaftungsplan für eine optimale Vermeidung etc. sowie über eine Optimierung von Energieeffizienz und Energiemanagement verfügen.
  • Soziale Verantwortung: es müssen die Grundprinzipien und Arbeitnehmerrechte, die in den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), in den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und in den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen festgelegt sind, an allen Produktionsstätten entlang der Lieferkette, an denen die mit dem Umweltzeichen versehenen Erzeugnisse hergestellt werden, eingehalten werden.

Beteiligte Institutionen am Vergabe- und Kontrollverfahren:

Die Europäische Kommission beauftragt als Labelinhaber einen speziellen Ausschuss (AEUUZ) für die Kriterienentwicklung. In ihm sind die für das Umweltzeichen zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten sowie Umwelt-, Verbraucher- und Industrieverbände, Gewerkschaften, Handel und kleinere und mittlere Unternehmen vertreten. Die Kriterien werden darauf zur Abstimmung den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission vorgelegt. Bei den zertifizierten Produkten werden stichprobenartige Kontrollen durch unabhängige Prüfer und den Verein für Konsumenteninformation durchgeführt.

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